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Expertentipp: Zukunftsbäume

Eigentlich gibt es nicht den einen Standort und den einen Boden. Die einen mögen es schattig, die anderen sonnig. Ein durchlässiger, sandiger oder steiniger Boden ist für die meisten Gräserarten ideal. Ist der Boden eher schwer, kann er mit Sand und Splitt durchmischt werden. Oder man pflanzt dort Farne unter Zugabe von nährstoffhaltigem Humus. Alle Arten sollten bei eher steigenden Temperaturen eingepflanzt werden. Tatsächlich schlagen Gräser und Farne so am besten Wurzeln.

Gräser und Farne als Sichtschutz – Augen auf bei der Auswahl

Viele erhoffen sich gerade von den hoch wachsenden Gräsern einen Sichtschutz. Doch aufgepasst! Schattig gelegene Gräser blühen zwar früh im Jahr, legen jedoch im Sommer eine Pause ein. Sonnig gelegene Gräser wiederum zeigen sich erst im späten Frühling und blühen im Spätsommer. Die meisten Ziergräser gehen zudem in den Winterschlaf und/oder werden im Frühjahr zurückgeschnitten. Das blickdichte Vergnügen ist also temporär.

Wir empfehlen für den gewünschten Sichtschutz Pampasgras, Chinaschilf oder Bambusarten.

Ist alles gepflanzt, lehnt ihr euch zurück und schärft eure Sinne für die Zierde dieser Gewächse – zauberhaft!

Baumpflanzungen an innerstädtischen Standorten bedeuten häufig Stress für die gepflanzten Gehölze. Zu kleine Baumscheiben, unzureichende Entwicklungsmöglichkeiten (sowohl unter- als auch oberirdisch), Trockenstress, Schadstoffemissionen und in der Folge auch häufig Schädlingsbefall, sind nur einige Faktoren, die das Leben eines Baumes in der Stadt erschweren. Die Folgen der Klimaveränderung wie z.B. langanhaltende, heiße Trockenperioden und eine ungleichmäßige Niederschlagsverteilung, intensivieren die genannten Aspekte. Diese erschwerten Standortbedingungen stellen Baumschulen nun vor die Herausforderung, Gehölze mit besonderer Eignung für die genannten Extremen zu liefern. Denn Stadtbegrünung ist und bleibt eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung des Stadtbildes und des urbanen Klimas.

Daher möchten wir Ihnen in diesem Beitrag einige Gehölze vorstellen, die sich sowohl in der Forschung als auch in der Praxis im urbanen Raum bewährt haben.



Acer campestre, Feldahorn – ist unempfindlich gegenüber verdichteten Böden und Trockenheit, aber auch Überflutungen hält er stand. Vergleichsweise kleiner Wuchs, auch als Heckenpflanze gut geeignet.

Alnus spaethii, Purpur-Erle – schnell wachsend, wird bis zu 15m hoch. Hat eine lockere, breit pyramidale Krone mit dunkelgrünen Blättern.
Gleditsia triacanthos, Gleditschie – erreicht eine Größe von 15-20m innerhalb der ersten zehn Jahre. Filigranes Blattwerk und weiße Blüten sind sehr schmückend. Letztere sind auch bei Insekten sehr beliebt.
Liquidambar styraciflua, Amberbaum – Großgehölz mit imposantem Wuchs, erreicht bis zu 20m Höhe und 4m Breite. Besonderes Merkmal sind die sternförmigen Blätter, die eine knallig rote Herbstfärbung annehmen.

Auf dem Bild zu sehen: Pflanzung eines Amberbaums auf dem Marienplatz in Dingolfing.

Magnolia kobus, Baum-Magnolie – anders als herkömmliche Magnolien wächst diese mit einem geraden, durchgehenden Stamm. Sie kann eine Höhe von 20m erreichen und hat wunderschöne große, weiße Blüten.

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