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Prunus cerasifera 'Nigra'

Knusper, knusper knäuschen …

In Gebieten mit Schalenwildaufkommen hat die Honoki-Magnolie größere Liebhaber, als ihr recht ist. Insbesondere Reh- und Rotwild finden die Knospen, Blätter und Zweige der Jungpflanzen zum Anbeißen. Dieses im Fachjargon Verbiss genannte Interesse geht über ein leichtes Knabbern hinaus und ist deshalb kritisch für das Gedeihen und Wachstum. Und obwohl unsere Pflanze des Monats an sich winterhart ist, ist auch Spätfrost für den Austrieb eine Gefahr.

Magnolia hypoleuca zeigt an einem windgeschützten Einzelstandort Eleganz. Wer so einzigartig blüht und blättert, hat es genau so verdient.

Die Blutpflaume ist ein Großstrauch, der eine beachtliche Größe von bis zu 7 m erreichen kann. Zunächst sind ihre Zweige aufrecht und bilden eine breit eiförmige Wuchsform. Im Alter ist die Krone jedoch eher ausladend und rundlich, daher ist mit einer Breite von 4-5 m zu rechnen. In der Regel hat die Blutpflaume einen kurzen Stamm, der sich schnell verzweigt, weshalb viele Exemplare mehrstämmig erscheinen. Die Rinde dieser Prunus Sorte ist grauschwarz und im Alter mit einer leicht gefurchten Borke besetzt.

Neben ihrer malerischen Form besticht die Blutpflaume mit ihrer Farbgewalt. Ab Mitte März bis April schmückt sie sich mit einem zart rosafarbenen Meer aus Blüten, das nur zu gerne von Bienen und anderen Insekten angeflogen wird. Danach treiben die Blätter in einem leuchtenden Weinrot aus. Kurz darauf verfärben sie sich zu einem intensiven dunkel- bis schwarzrot und halten diese Farbe bis zum Laubfall im Herbst. Dieses wunderschöne Farbspiel kommt besonders gut neben grünblättrigen Gehölzen oder vor einer grünen Hecke zur Geltung. Ab Juli trägt die Prunus ‚Nigra‘, kleine, runde essbare Früchte die, wie sollte es anders sein, eine dunkelrote Farbe haben. Sie sind süß und genau wie normale Pflaumen vielseitig verwendbar.

Als malerischer Schirm oder Hochstamm kommt die Blutpflaume vor allem in Einzelstellung zur Geltung. Doch auch als blühende Heckenpflanze erfreut sie sich einer wachsenden Beliebtheit und wird dank ihrer dichten Verzweigung auch gerne als Nistplatz genutzt. Trotz ihrer zierenden Erscheinung ist die Blutpflaume sehr pflegeleicht. Sie bevorzugt nährstoffreiche, kalkhaltige Lehmböden aber kommt auch auf normalen Gartenböden gut zurecht. Wichtig ist ein sonniger, warmer Standort. Doch auch an halbschattigen Plätzen verliert sie ihre dunkelrote Laubfärbung nicht. Dieses recht langsam wachsende Gehölz benötigt in der Regel keinen Schnitt. Um keine Einbüßen in der Blüte zu haben können Formschnitte Ende Juni durchgeführt werden. Wir kultivieren die Blutpflaume u.a. als Schirm, Hochstamm, Großstrauch und Hochstamm in Kugelform.

Mithilfe von Formgehölzen lassen sich unscheinbare Ecken im Garten schnell in einen ästhetischen Hingucker verwandeln. Ob Spirale, Torbogen, Schirm oder Kasten – an Formen und Vielfalt können wir (fast) jeden Wunsch bedienen. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen zeigen, wie sie Kugelformen in ihre Gartenplanung integrieren können.

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