Magnolia hypoleuca - Honoki-Magnolie

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Magnolia hypoleuca - Honoki-Magnolie

01Mai 2021

Die bezaubernde Große: der Mai gehört Magnolia hypoleuca

Honoki-Magnolie, Magnolia hypoleuca, Japanische Großblatt-Magnolie oder Magnolia obovata: Viele Namen führen zu unserer Pflanze des Monats. In allen Namen stecken wesentliche Merkmale der sommergrünen Pflanze.

Ihren Ursprung hat sie in den Bergwäldern Japans und auf der Inselgruppe der russischen Kurilen. Dort erreicht sie Höhen von bis zu 20 Metern. In unseren Gefilden wächst sie nur halb so hoch.

Der Stamm ist mit seiner glatten, grauen Rinde unauffällig, ebenso wie die dunkelgrünen bis violett-braunen Äste und Zweige. Die Krone ist schön geschlossen und rundlich hochgewölbt. Die volle Aufmerksamkeit ziehen die Blüten und Blätter auf sich.

 

 

Blüten und Blätter eint eines: groß, größer, wunderschön

Die fülligen Kronblätter haben eine ovale Form, wie ein umgedrehtes Ei (obovat). Jedes Blatt ist bis zu 20 cm breit und bis zu 40 cm lang, was die Pflanze allein schon zu einem Blickfang macht. Schaut man nur auf die glänzenden hell- bis mittelgrünen oberen Blattseiten, ist die japanische Großblattmagnolie leicht mit der Schirm-Magnolie zu verwechseln. Ihre leicht behaarte bläulich-grüne Blattunterseite macht sie jedoch einzigartig.

Was die Magnolia hypoleuca zu einer wahren Göttin macht, sind ihre Blüten: Passend zu den Blättern haben die cremeweißen bis gelblich-weißen Blüten einen Durchmesser von bis zu 20 cm Die Blütenhülle hat wiederum Blütenhüllblätter (Kelchblätter), die nach außen leicht rötlich werden.

Sie entfalten sich gemeinsam mit den Laubblättern von März bis Juni, in einigen Regionen allerdings nur im 2-Jahres-Takt.

Und wie sollte es anders sein, verströmen die Blüten natürlich einen starken, sehr angenehmen Duft. Manchen sagen, er erinnert an Melone.

 

 

Knusper, knusper knäuschen …

In Gebieten mit Schalenwildaufkommen hat die Honoki-Magnolie größere Liebhaber, als ihr recht ist. Insbesondere Reh- und Rotwild finden die Knospen, Blätter und Zweige der Jungpflanzen zum Anbeißen. Dieses im Fachjargon Verbiss genannte Interesse geht über ein leichtes Knabbern hinaus und ist deshalb kritisch für das Gedeihen und Wachstum. Und obwohl unsere Pflanze des Monats an sich winterhart ist, ist auch Spätfrost für den Austrieb eine Gefahr.

Magnolia hypoleuca zeigt an einem windgeschützten Einzelstandort Eleganz. Wer so einzigartig blüht und blättert, hat es genau so verdient.