Pflanze des Monats Oktober - der Amberbaum

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Pflanze des Monats Oktober - der Amberbaum

01Okt 2017

In diesem Monat möchten wir Ihnen einen Baum vorstellen, der den langen Weg aus Nordamerika bis in die Gärten und Parks Europas gefunden hat: Liquidambar styraciflua – der amerikanische Amberbaum. 

 

Seine außergewöhnliche Herbstfärbung führt zu wachsender Beliebtheit

In den nördlichen Staaten der USA und Kanada ist die bei uns unter dem Begriff „Altweibersommer“ geläufige, milde Herbstzeit als „Indian Summer“ bekannt. Sie beschreibt die leuchtende Herbstfärbung der Laub- und Mischwälder, welche durch den ersten Frost und warmen Temperaturen am Tage begünstigt wird. Wer sich dieses Farbspektakel in den eigenen Garten holen möchte deckt mit dem Amberbaum fast jede Farbe des Herbstspektrums ab - seine Laubfärbung reicht von einem satten Hellgrün im Sommer, über Orange-Rot bis hin zu einem dunklen Violettbraun während der Herbstmonate.

 

Besondere Merkmale: Farbe, Form und Frucht

Auf den ersten Blick sind die Blätter des Amberbaums leicht mit einem Ahorn zu verwechseln. Auch sie sind 5 bis 7 lappig und laufen spitz zu. Jedoch sind sie wechselständig am Zweig angeordnet, die Blätter des Ahorns hingegen gegenständig (paarweise). Auch die Frucht unterscheidet sich stark. Erst nach ungefähr 20 Jahren bildet der Liquidambar seine Blüten aus. Der Amberbaum ist einhäusig, sprich, er trägt beides, männliche und weibliche Blüten. Aus ihnen entwickeln sich grüne Früchte, welche als stachelige, kleine Kugeln in Bündeln am Baum hängen. Während der Herbstmonate trocknen sie langsam und werden braun bis sie schließlich aufplatzen und die Samen herausfallen.

Der Amberbaum kann eine stattliche Größe von 12 m erreichen. Da seine Form allerdings nicht ausladend sondern eher oval ist, findet er auch an begrenzten Standorten Platz. Um gut zu gedeihen benötigt der Amberbaum ein sonniges und windgeschütztes Plätzchen. Er bevorzugt frische, humose Lehmböden und einen leicht sauren pH-Wert. Ist der Boden allerdings zu sauer und kalkhaltig, färben sich die Blätter im Frühjahr und Sommer gelb. Der Liquidambar mag keine Staunässe – für leicht feuchte und durchlässige Bodenverhältnisse sorgen z.B. Rindenmulch oder Pinienholzstücke, welche nach dem Pflanzen als oberste Schicht hinzugefügt werden.

Kalte Temperaturen machen dem Amberbaum nichts aus, zumindest nicht den großen Gehölzen. Die Jungpflanzen sollten noch ausreichend im Winter geschützt werden.